Ich war heute bei Ikea, weil meine Leselampe ihren Geist aufgegeben hat. Lecker Köttbullar und Daimkuchen haben mich auch die nervige Anreise nach Wembley vergessen lassen. Nachdem ich meine 7.99£ Lampe und jede Menge schwedische Lebensmittel eingesackt hatte, machte ich mich auf den Weg nach Hause. Da der örtliche Ikea in ner miesen Gegend ist musste ich mit dem Bus auch durch die miesen Gegenden zurück. Was war ich froh, wieder im schicken West Hampstead anzukommen.
Dabei kam mir ein Artikel, den ich im Observer gelesen hatte, in den Sinn.
Hier lässt sich ein Dr. Oliver-Marc Hartwich, seineszeichen Chief Economist der Policy Exchange, einem Think Tank der sich mit Policy Development befasst, darüber aus, dass Britain ein "Rip off country" ist. Aufgefallen ist ihm das bei einem Besuch bei Ikea, wo alles 20-30% teurer ist als in Deutschland. Oben drein sind hier auch die Zugtickets, Benzin, Mieten und Lebensmittel teurer. Big news. Really. Das Leben auf der Insel ist nun mal 15-20% teurer als in Kontinentaleuropa.
Am besten gefällt mir der Teil, wo er sich beschwert, das die Benzinkosten zum großen Teil aus Steuern bestehen. Haha. Wo ist das denn bitte anders?
Mag ja sein, dass die englische Planungspolitik versagt, wie der gute Mann behauptet, aber so einen flachen Artikel habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Chief Economist, my ass...